Sonntag, 25. März 2012

(Augen)blick


23.30 Uhr. Du bist auf einer Party. Ich unterwegs auf der Bahn, Als ich deine sms bekomme, beginnt mein Blut zu rauschen. Mir rasen meine Gedanken der letzten zwei Tage durch den Kopf. Gerade jetzt bin ich so verletzlich und weich. Du weißt das. Wer sonst sollte das wissen. Aber du bestellst mich zu diesem Rastplatz. Wie andere Menschen eine Pizza bestellen. Aber du darfst da. Genau das brauche ich jetzt. Wir steigen fast zeitgleich aus unseren Wagen. Wortlos. Unsere Begrüßung ist ein langer, atemloser Kuss. Du schmeckst nach Alkohol, ich nach Kaugummi. Nur Sekunden später schmecken wir nach Lust. Du nimmst meine Hand und führst mich zu dem steinernen Picknicktisch, der hier mitten auf dem Rastplatz steht. Leicht schmollend blicke ich Dich an. Ich würde lieber in einem unserer Autos verschwinden…

„Los. Setz Dich auf den Tisch. Beine auseinander und zieh dein Kleid hoch.“

Irgendwie hatte ich mit so was gerechnet…trotzdem…mir jagen eiskalte und heiße Schauer über die Haut. Der Rastplatz ist mehr als voll. Bestimmt 10 LKWs und mehrere andere Autos…es ist dunkel, aber nicht wirklich dunkel.

„Ich werde mich jetzt hier hinsetzen. Zwischen deine Beine. Und ich will, dass Du es Dir jetzt so besorgst, wie Du es mir noch heute Morgen geschrieben hast. Du lässt dabei die Augen offen und schaust mich an!“

…

Ich habe irgendwann, nach einer Ewigkeit, meinen Kopf nach hinter geneigt und dabei die Augen geschlossen. Ich habe den Augenkontakt verloren und deine Ohrfeige, die mich sofort brennend getroffen hat, hat genau in dem Moment meinen Unterleib explodieren lassen.

Mit zitternden Knien habe ich noch lange auf deinem Schoß gesessen und Du hast mich so geküsst, als wäre es das letzte Mal.

3 Kommentare:

  1. Klasse ! Ja, das könnte ich mir auch gut vorstellen ! Gefühlsmäßig absolute spitze ! :)

    Schöne Grüße

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  2. Es ist immer wieder so schön von Eurer Leidenschaft zu lesen, von Deiner Hingabe ... wow

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  3. Es prickelt - Du beschreibst diese Momente aus Demut, Gehorsam, Lust und Ekstase so, fast möchte ich sagen banal (ich finde das richtige Wort nicht), ...
    Man kann aber spüren, dass Du es genossen hast - ich wünsche Dir, dass Dein letzter Halbsatz ein trügerischer Eindruck bleibt.

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