Freitag, 18. August 2017

Poesie zum Wochenende


Wir liebten uns in dämmerdunkeln Wegen.
Es schwamm der Mond im warmen Sommerregen
Und glitt entlang am fahlen Wolkenrand.
Ein Goldstück wie versteckt im gelben Sand
Des Grundes, - wie ein Glück im Schoß der Zeit, -
Wie Liebe, süß verträumt in Heimlichkeit.
Wir liebten uns in dämmerdunklen Wegen...

Und von den Büschen tropfte leis der Regen.
Holunderdüfte quollen uns entgegen,
Das Buschwerk rauschte unser'n Schritten nach,
Und hinter deines Schirmes rotem Dach
Verstummten wir in süßer Liebesfeier...
Da riß ich fiebernd dir den braunen Schleier
In süßer Hast vom tauigfeuchten Mund,
Da küßt' ich deine roten Lippen Wund:
So hab' ich in den sommerschwülen Wegen,
Von Glück betäubt an deiner Brunst gelegen...

Hans Benzmann (1869 - 1926)

Montag, 14. August 2017

Holz

Die Kreissäge brummt und sobald sie sich in das Brett gräbt, nimmt meine Nase diesen einzigartigen Geruch wahr und - ich kann es gar nicht beeinflussen - in meinem Kopf ist auf einmal ein Geräusch. Das gleichmäßige Grummeln meiner Rollschuhe, während ich als Kind durch die Produktionshallen unserer Firma rolle. Ich habe es immer geliebt. Den Geruch, die Werkbänke, das rauhe Holz, die großen Maschinen, das Lager voller Holz aus ganz exotischen Ländern. Als Kind war es aufregend, als Teenie der Ort eines lukrativen Ferienjobs. So viel Zeit habe ich dort verbracht. Meistens in der Kistenmacherei, bei dem Einäugigen, der so unglaublich lieb war und mir mit einer Engelsgeduld jeden Handgriff erklärte. Und dann habe ich mich heimlich in den Pausenraum zu den anderen Männern geschlichen. Eigentlich hätte ich im Büro sitzen müssen, so als einziges weibliches Wesen, aber es war so spannend, ein Teil dieses von Testosteron geschwängerten Ortes zu sein. Das ging natürlich nur, wenn mein Paps unterwegs war. Ich erinnere mich gut, dass mich nie einer als das Töchterchen vom Chef behandelt hat und ich viel Spaß hatte. Gabelstapler fahren, auf einen Dachstuhl klettern, Wettrennen an der Bahnlinie...
Und heute war da wieder diese geliebte Geruch. Und mein Paps grinst, schnuppert und guckt mich an.
Ich liebe es mit Holz zu arbeiten. Viel zu selten stehe ich an der Kreissäge oder halte den Bohrer oder zimmere etwas zusammen. Was für ein wundervoller Tag! Das Bett im Qek ist endlich fertig und damit ist der Grund meiner Stille hier im Blog auch erklärt. Ich habe die letzten Wochen jede freie Minute an meinem kleinen Mini-Wohnwagen geschraubt und renoviert. 
Als ich mich heute nachmittag auf das selbstgebaute Bett schmeiße, der Hundebär hinterher springt und wir beide aus dem Fenster in den blauen Himmel gucken...das ist für mich Glück!  

Kleiner Nachtrag zwecks Wunscherfüllung:

Dienstag, 8. August 2017

Wunschdenken

"Boah, was wäre das für ein Geschmatze hier auf dem Sofa, wenn wir uns auch aus lauter Langeweile an unseren Geschlechtsteilen rumlecken würden."
"Wieso? Ich mache das...im Traum."
"Echt? Bist Du da so biegsam?"
"Neee, aber ich habe einen riesigen Schwanz."

Männer! ;) 

Montag, 7. August 2017

Nach...

...fünf Tagen Festival muss ich erst mal fünf Tage und Nächte schlafen.
Aber es war unbeschreiblich geil!
Gute Nacht, ihr Lieben.



Sonntag, 30. Juli 2017

Es ist, wie es ist

Von manchem zu viel und von manchem zu wenig...
Sehnsucht bis zum Atem-Stillstand und ein Herzklopfen, dass mich nachts aufweckt. Endloses Duschen mit offenem Mund und Mondlicht auf nackter Haut. Jeden Muskel im Körper spüren vom arbeiten und  virtuelle Umarmungen bekommen. Mit dem Hundebär neue Wälder erkunden und Festival-Vorfreude genießen. Familiäres Chaos und wilde Träume. Schockverliebt in einen Miniwohnwagen und abenteuerlustig.
Beste Nachricht des Tages: Amtliche Warnung vor Windböen.