Sonntag, 7. April 2019

Sonntagserwachen

Das erste Geräusch, dass sie wahrnimmt, sind die Vögel vor ihrer Balkontür. Träge und leise seufzend dreht sie sich zur Seite und sieht den bunten Vorhang, der sich im Wind ganz vorsichtig bewegt, so als wollte er niemanden stören. Sie zieht ihre Decke weg und lässt die kühle Morgenluft über ihre warme Haut streichen. Ihre Hände folgen und ihr Atem wird wach und schneller. Die Augen wieder schließend, lässt sie ihre Gedanken frei. Sie fühlt den harten Schwanz tief in ihr, die Schmerzen nach den festen Schlägen, sie denkt an Wachs auf ihrer verletzlichen Haut, an Nippelklemmen, an den Geschmack ihrer blutigen Lippe, an einen Ledergürtel, an Finger, die ihre Möse zum Spritzen bringen...
Und sie ist so groß und stark und doch so klein und allein. Bevor die Tränen hochsteigen, kommt noch einmal gütig die sanfte Schläfrigkeit über sie...Sonntagserwachen.


Freitag, 22. März 2019

Treffen mit dem Ex

"Immer wenn ich diesen Song höre, muss ich an Dich denken."
 Ups! Dabei bin ich weder blond noch jung noch schlank und vergiften würde ich auch niemanden ;)

Nachtrag: Jetzt habe ich mir mal den Text genau angehört. Himmel! Ich hätte ihm statt einer Umarmung eher einen kleinen Tritt in seine Körpermitte geben sollen ;)

Mittwoch, 20. März 2019

Nosce te ipsum

Manchmal muss ich spontan etwas formulieren, damit ich erkenne: So ist es!
Dieser Moment heute, als ich es endlich in Worte gefasst habe: Ich habe mich überschätzt! Das ist die ungeschminkte Wahrheit. Und ich bin die Einzige, die diesen Zustand verändern kann. Die letzten Wochen bestanden fast nur aus Job, Verpflichtungen innerhalb der Familie, Fortbildung und das Lernen dafür und der Organisation meines Alltages. Seltsamerweise räumt sich z.b. mein Haushalt nicht von alleine auf. Frechheit! Und das Hundebaby schaut auch etwas beleidigt, wenn die Hunderunde mal abgekürzt wird. 
Es war pure Überschätzung zu denken, dass ich einen Vollzeitjob und diese intensive Weiterbildung mal eben so hinkriege. Ich bin kein Mensch für Kompromisse. Bin ich noch nie gewesen und doch muss ich bei vielen Dingen jetzt einen Mittelweg gehen. Langweilig! Heute Abend sagt der Gatte zu mir, als ich mich beschwere, dass ich Dieses und Jenes vernachlässige: Du lebst halt jetzt ein normales Leben. Bäh, das hat gesessen.
Aber nicht mit mir. Und deshalb nun eine unvollständige Liste von Allem, was ich liebe und in den letzten Wochen einschränken musste:
1. Lange Spaziergänge durch den Wald mit dem besten Hund der Welt
2. Sex in großen Hotelbetten
3. Ausschlafen und mit einem Kaffee noch mal ins Bett kriechen
4. Fotografieren
6. Kochen
7. Beim Bloggen meine Gedanken und Gefühle sortieren
8. Auf einem Trödelmarkt rumstöbern
9. Sex in kleinen Hotelbetten
10. Zeit fürs Nichtstun!

(Ok! Ein paar Punkte der Liste konnte ich irgendwie doch noch in meinem Leben unterbringen ;). Aber ich werde auf jeden Fall daran arbeiten, dass ich bald wieder alle 10 Punkte ausgiebig ausleben kann. Howgh!)

Dienstag, 5. März 2019

Maus in Japan

Fest beißt sie auf ihre Unterlippe. Ein Mittel, um den aufkommenden Stress zu bändigen und um die Tränen zu stoppen. Bitte jetzt nicht weinen! Es ist so ein schöner Moment. Voller Glück. Diese lange Umarmung. Lächeln in der Stimme. So viel Vertrautheit und Nähe. In ihrer geschlossenen Hand der kleine Glücksbringer, den sie vor einigen Tagen in Amsterdam auf dem Flohmarkt gekauft hat. Das unvergleichliche Lachen, als sie ihn hervorholt. Es wird alles gut. Es wird alles gut. Es wird alles gut.
Loslassen ist so schwer!