Sonntag, 8. April 2012

Du


Vor fünf Stunden...
Schwer atmend liegen wir Kopf an Kopf. Ich denke noch: Das ist kein Moment für Tränen, als ich sie auch schon schmecke. Ich verändere meine Atmung, kann Dich mir einem blöden Spruch ablenken. Wir lachen. Du hast nichts bemerkt. Wie könnte ich Dir erklären, dass meine Tränen aus lauter Lust entstehen. Das ich gerade an keinem anderen Ort der Welt sein möchte.  

Vor acht Stunden hast Du geschrieben, dass Du heute Abend Zeit hast. Vor sechs Stunden stand ich vor der Tür. „Zimmer 209“.

Haben wir uns begrüßt? Wir waren ein Kuss, eine Bewegung. „Endlich“…

Deine Hände umfassen meine Handgelenke. Ich hab meinen Mantel noch an…
Du drückst mich gegen die Wand und deine Hand greift zwischen meine Beine…

Vor vier Stunden bin ich satt und glücklich ins Auto gestiegen.

Seit drei Stunden versuche ich einzuschlafen…

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