Sieh, wie sie zu einander erwachsen:
in ihren Adern wird alles Geist.
Ihre Gestalten beben wie Achsen,
um die es heiß und hinreißend kreist.
Dürstende, und sie bekommen zu trinken,
Wache, und sieh: sie bekommen zu sehn.
Laß sie ineinander sinken,
um einander zu überstehn.
Paris, 1908. Rainer Maria Rilke

... um einander zu überstehen.
AntwortenLöschenWie schön. Ich liebe Rilke. Seinen Blick auf das Innere des menschlichen Seins.
Und ich liebe das Bild, das Du zu diesem Gedicht ausgewählt hast.
Und ich bekomme Rilkes Worte heute nicht aus meinem Kopf.
LöschenZum Glück!
Die Poesie als Suchende und Hoffende...