Montag, 23. März 2015

Kratzer und Macken

Mein Blog hat es erwischt. Also eigentlich mich, aber es hängt doch sehr mit der Blogger-Welt zusammen und deshalb gibt es jetzt Wunden und hässliche Makel und zur Zeit fühlt es sich so an, als wäre das Bloggen ein Fehler. 
Zuerst war ich fast verwundert, über diesen heftigen Schlag ins Gesicht. Diese Wucht habe ich nicht erwartet, aber so fühlt es sich an, wenn man jemandem vertraut und erfahren muss, dass dieser Mensch nicht nur dieses Vertrauen missbraucht, sondern einen auch noch mehrfach im Gespräch, Auge in Auge, angelogen hat. Und diesen Menschen habe ich über meinen Blog kennengelernt und wir sind seit Jahren befreundet gewesen. Freunde! Die sich alles erzählt und viel miteinander geteilt haben. Und die auch über andere geredet haben. Vermutungen ausgetauscht, getratscht, gequatscht... Und das alles in der Gewissheit, dass es natürlich kein anderer erfährt. Ich habe ihm vertraut. Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe richtig Scheiße gebaut!
Seitdem denke ich über meinen Blog nach...
Ich weiß, das er es nicht wert ist, auch nur eine Zeile zu löschen. Und ich denke an die wundervollen Menschen, die ich gerade in der letzten Zeit kennen lernen durfte...
Aber etwas kämpft in mir...Fuck! 

19 Kommentare:

  1. Kampf ist immer gut. Denn dann hat die Resignation noch nicht gesiegt. Kämpfe weiter.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nein, resignieren gilt nicht. Ich mag die Menschen viel zu gerne.

      Löschen
  2. oh ne wie blöd, passiert mir manchmal auch. ich versuche dann trotzdem locker zu bleiben, damit ich nicht so ein verklemmtes und misstrauisches Arschloch werde. Es gibt Menschen, die haben unser Vertrauen verdient. Ändere dich jetzt bitte nicht und lass es nicht zu, dass jemand das kaputt macht, was dich ausmacht. Auch von mir einen ganz liebe Umarmung aus der Ferne. Holger :*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Dir!
      Ich werde mich nicht ändern und weiterhin voller Neugierde und mit viel Vertrauen auf die Menschen zugehen. Aber lernen tut man aus solchen Erfahrungen eine ganze Menge.

      Löschen
  3. ANNA!!! Hilfe! Irgendwas ist schief gegangen :(
    Als ich auf deinen Kommentar geantwortet habe, kam von Blogger ein großes trauriges Smiley und ein Sry und jetzt ist alles von Dir weg. Menno...
    Tut mir leid, aber ich habe es ja gelesen und mich sehr über deine Umarmung gefreut! Danke!!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das passt schon. Ein großes trauriges Smiley hätte ich hier reingesetzt, wenn Blogger Smileys zulassen würde. ;)

      Und ich muss dir gestehen, dass ich nach einigen mehr oder weniger katastrophalen Bruchlandungen "hinter den Blog-Kulissen" auch zu den oben zitierten "misstrauischen Arschlöchern" geworden bin. Na ja... zumindest sehr viel vorsichtiger. *g* Wahrscheinlich findet blogger das blöd und das ist die Rache. ;D

      Löschen
    2. Meine wunderbaren Momente durch das Bloggen überwiegen auf jeden Fall! Und auch teilweise voller Vertrauen! Aber Vorsicht ist bestimmt nicht verkehrt und bei mir auch etwas mehr verbale Zurückhaltung. Das nehme ich absolut auf meine Kappe!
      Rache kenne ich übrigens ab heute auch: Ich habe wie aus heiterem Himmel eine fette Mandelentzündung. Hatte ich Jahre nicht. Da will mich doch jemand für mein Tratschen bestrafen.

      Löschen
    3. Nix da. Mandelentzündung steht für "Angst, unterdrückte Emotionen und erstickte Kreativität" - sagt Louise Hay. Und die scheffelt Milliarden (?) mit ihren Büchern, also scheint sie ja offenbar zu wissen, wovon sie redet. ;))

      Also weiterbloggen, als Therapie, gewissermaßen. ;D

      [Und nein,wir müssen nicht wirklich über die Hay reden, aber es passte halt gerade so schön. ;)]

      Löschen
    4. Unterdrückte Emotionen? Schön wärs! ;) Angst passt immer und erstickte Kreativität nehme ich auch...so schlapp auf dem Sofa liegend.

      Du kennst aber auch Leute, liebe Anna! Ich bin beeindruckt!

      Löschen
  4. Unabhängig vom bloggen kann beim Thema Vertrauen immer was auf die schiefe Bahn geraten Poesie. Es wäre sehr schade wenn du etwas an dir ändern würdest. Ich finde Holger hat das schön beschrieben und du selbst hast dir nichts vorzuwerfen. Du und dein Blog würde vielen Leserinnen und Lesern fehlen. Und ob das alles eine solche Aufmerksamkeit verdient hat wage ich auch zu bezweifeln. Hake es als Lerneffekt ab und bewahre dir deine Unbeschwertheit. Die Welt würde sonst nämlich etwas sehr besonders vermissen :-*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Bohli,
      habe ich Dir eigentlich schon mal gesagt, dass Du immer ganz liebe Worte findest? Danke!!!
      Und das Du es "Unbeschwertheit" nennst...andere nennen es "durchgeknallt" ;)

      Löschen
  5. Vetrauen ist ganz tolles.
    Ich finde Du gehst so optimistisch und sorgenfrei in die Welt, dass es vorbildlich ist.
    Natürlich fliegt man dann manches Mal auf die Nase, aber das ist leider so. Menschen sind manches Mal scheisse. Manches Mal sogar unabsichtlich.
    Aber lass dich nicht unterkriegen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Verstanden! Nicht unterkriegen lassen! Wird gemacht! ;)
      Danke Dir!

      Löschen
  6. Das ist so mit das Schlimmste, was einem überhaupt passieren kann:
    Gebrochenes Vertrauen.
    Holgers Worte treffen ins Herz: Ändere Dich nicht und kämpfe.
    Wir begleiten Dich, falls Du es brauchst!
    LG - Wolf

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bohli hat es schon richtig gesagt, ich darf dem nicht zuviel Gewicht geben. Das ist er/es nicht wert!
      Aber vielen Dank für deine doch eher ungewohnt sanften Worte! ;)

      Löschen
  7. Weißt du, Liebes, da haben wir doch etwas Bedeutendes gemein:
    Wir leben intensiv, wir fühlen intensiv und einige Beziehungen zu Mitmenschen sind intensiv. Dass so etwas passiert -und das tut es sicher nicht zum ersten mal- ist scheiße. Es fühlt sich scheiße an und das wird es noch eine Weile. Aber das vergeht. Auch über verratene Freundschaft und Illoyalität kommt man hinweg. Und du wirst daraus weiser hervorgehen. Eine weitere Kerbe, die dich zeichnet und dir zeigt, dass du intensiv lebst.

    AntwortenLöschen