Samstag, 15. November 2014

the poemist (14)



twēlicht

 im goldenen licht des noch lauen
abends
lässt du deine hüllen fallen

blattlos
stehst du nun vor mir. dein blick,
schweigen. nur die worte

zu deinen füßen rascheln leise
ein seufzen. ich komme dir nahe &

hauche einen kuss auf den abgrund
deines schlüsselbeins

kastanien fallen lautlos
aus deinem haar.


Worte: Jürgen Hofstetter (thepoemist@tumblr.com)
Foto: poesieunterwegs ;)

6 Kommentare:

  1. Kennst Du das spannende Gefühl, wenn man etwas sieht, was verschlossen, sogar verboten ist, aber so reizvoll, dass man einfach nur vorsichtig die Finger anlegen möchte, um es langsam zu öffnen und mit ihm das anzustellen wonach es tatsächlich lechzt?

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    1. Ja! Das kenne ich! Und auch wenn ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin, so ist es doch sehr verlockend, diesen Moment so lange heraus zu zögern, bis man kaum mehr atmen kann vor Erwartung...

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  2. Wieder eine sehr schöne Kombination. Ihr schaffte es beide immer wieder Worte und Bilder verschmelzen zu lassen....Danke dafür.

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    1. Dank an Dich! Das Lob gebe ich gerne weiter!
      Die Pause war viel zu lang. So viel wunderbare Poesie wartet bei ihm...

      Schönes Wochenende, Herr Bohli

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  3. Sehnsucht und Vorfreue - tolle Kombination.
    Text und Bild passen wunderbar zusammen, sehr toll!

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