Dienstag, 22. Januar 2013

Verpasste Chancen

Mmmh...finde nicht so richtig den Einstieg, dabei möchte ich es unbedingt mal formulieren.
Meine verpassten Chancen beim Sex. Die gab es nämlich schon einige Male und ich weiß auch genau woran es gelegen hat. Ich sage nichts!
Also ich rede im Normalfall sehr viel, gerade über Sex. Dirty Talk liebe ich! Wirklich! Von sanftem Rumflirten bis zum versautesten Wortgeficke. Mich macht das an und es gibt auch keine speziellen Situationen. Ich mag das überall und jederzeit. (Vor Jahren habe ich meine Lust auf einen Sandwich während eines Einkaufs im Baumarkt meinem Liebsten unterbreitet. Und den letzten Fast-Orgasmus durch ein entsprechendes Gespräch hatte ich in einer Kunst-Ausstellung.) Aber...
Ich mache das nur vor oder nach dem Sex. Wenn es einmal zur Sache geht, schaffe ich das nicht mehr. Ich bin dann anscheinend nicht mehr in der Lage etwas so zu ordnen, dass es vernünftig klingt. Das versuche ich auch gar nicht. Mein Körper und hauptsächlich mein Gehirn ist währenddessen so mit anderen Dingen beschäftigt. Dann zu formulieren...Brrrrr! Mich gruselt das richtig.
"Du...das ist ja geil. Mach mal weiter...schneller, tiefer, höher. Und ja...wo Du schon mal dabei bist, ich stehe auch auf XXX...!" 
Das könnte ich nicht.
Ja ja... ich weiß! Man soll immer sagen was man will.
Mache ich ja auch. Vorher und nachher. Mittendrin höre ich mir nicht mehr zu.
So, verpasste Chancen... Das Thema.
Da gibt es diese Momente, in denen ich den Mund hätte aufmachen sollen (Hihi...so ist das nicht gemeint, das mache ich schon seeeeeehr gerne), z.b. als ich mit vier Fingern gefickt wurde und ich doch so verdammt gerne mal eine Faust in mir spüren würde. Wie soll der Partner das wissen? Und auch wenn ich sein Handgelenk gepackt habe (hat man mir nachher erzählt) und signalisiert habe, dass ich mehr will, so hat er es doch nicht getan aus Sorge darüber, ob ich es wirklich will.
Also...Fazit: Hätte ich gesagt: "Los! Gib mir deine Faust! Ich will endlich gefistet werden" oder so ähnlich (kann ich mir selbst jetzt beim Schreiben nicht vorstellen), dann wäre es passiert.
Und das ist nur ein Beispiel. 
Tja, ich weiß nicht. Mich selbst unter Druck setzen, indem ich mir vornehme meine Wünsche zu äußern, auch wenn ich gerade den Mund voll habe, oder
es wie bisher einfach laufen zu lassen und zu geniessen und das Reden auf später verschieben?
Auf jeden Fall will ich eins nicht hören:
Hättstde doch wat jesacht, Schätzele!


6 Kommentare:

  1. Die Kunst ist es doch, zumindest das wichtigste von den Augen ablesen zu können. Alles andere geht auch per Vorantrag in dreifacher Ausfertigung *fg

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    1. Dreifach? Klingt nach ner Menge Spaß ;-)!

      Und ja! Die Kunst des "Augen-blick"...

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  2. Na, was hast Du denn für ängstliche Buben erwischt?!

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    1. Keine Buben und auch nicht ängstlich ;-).
      Eben mehr mit anderen Dingen beschäftigt.

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  3. Huhu,

    na dann bleibt doch wenigstens immer eine gewisse Vorfreude erhalten. Wenn du es nicht schaffst währenddessen deine Wünsche zu äussern, dann doch beim nächsten Gespräch vor einer neuen Session und so bleibt immer ein wohliges Kribbeln ob der zu erwartenden Freuden ;)
    Hmmm, bei einem One-Night-Stand ist das natürlich etwas schwieriger, aber ein solcher ist ja auch für sich genommen immer wieder eine neue Erfahrung.
    Ansonsten : Lass dich fallen und geniesse was auch immer das Schicksal dir bietet...

    Belinda

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  4. Manchmal weiß man ja auch durch Vorgespräche, ich nenne es jetzt mal so, was zu tun.
    Was dann geschieht bleibt in freudiger Überraschung, wenn man sich dann so gnadenlos hin gibt.

    Nutze die Lust und die Leidenschaft als großes Spielfeld, deine Wünsche und Fantasien sind die Regeln.............. !

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