Freitag, 11. Januar 2013

5. Kapitel

Da war ein leicht salziger Beigeschmack, den sie nicht vermutet hätte. Langsam schob sie das Bonbon mit der Zunge durch den Mund. Sie mochte es nachts durch das Haus zu gehen, wenn die Möbel nur noch Konturen waren und sie alleine und die einzig Überlebende war. Die Tränen hatten sie geweckt. Wenn sie im Schlaf kamen und dann auf der Haut trockneten...
Sie mochte ihre Tränen. Es war so befreiend und so logisch. Wie ein überlaufendes Glas, so randvoll war sie gefüllt mit Liebe. Und so lief sie halt über und über und über.
Nachts übernahm die Jägerin in ihr das Kommando über die Emotionen. Dann gab es kein Versteck für die lustvollen Bestien und die erregenden Tauchgänge führten in die tiefsten Tiefen.
Ein kleiner süßer Rest klebt noch an ihrem Gaumen und langsam wird ihr Atem ruhiger und die Gedanken sanfter. In diesem Zustand könnte sie jetzt endlos ficken.








2 Kommentare:

  1. man kann jeden Regung von dir in diesen Worten spüren.... wundervoll

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