Kompromiss. Dieses ungeliebte Wort hatte sich klammheimlich einen Weg in ihr Innerstes gebahnt.
Egal was sie tat. Egal was sie sagte. Egal was sie schrieb. Es fühlte sich immer an, als wäre es nicht genug. So als würden ihr die neuen, wundervollen Gefühle entgleiten.
Sie drehte sich auf die Seite und beobachtete seinen noch tiefen Schlaf.
Er war ein Hafen. Zwar ein Hafen voller dunkler, gefährlicher Ecken, aber ihr Boot lag noch hier vor Anker. Nur wenn der Wind kam, dann rüttelte das Boot an seinen Tauen und wollte seiner Bestimmung folgen. Raus aufs Meer. Mit den Wellen kämpfen. Ein Boot ist nutzlos im Hafen.
Sie drehte sich langsam zurück. Ihr Körper schaffte es mit einer einzigen fließenden Bewegung sich von ihm abzuwenden und gleichzeitig ihre Hände über ihre Oberschenkel streichen zu lassen.
Die Spuren, welche der Kochlöffel hinterlassen hatte, waren verblasst. Vor lauter Glück kamen ihr die Tränen. Zögernd kniff sie in die noch leicht bläuliche Verfärbung.
Sie hatte sich schon längst entschieden.

wundervoll.....
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