Mittwoch, 11. Juli 2012

"Shades of grey", ohne mich!

Ich habe es immerhin bis Seite 200 geschafft.
Und ich möchte mich hiermit schon jetzt dafür entschuldigen, dass ich nun doch keine Rezension schreibe, so wie ich es gestern noch lauthals hier maninhelvetica verkündet habe.
Das Buch ist einfach schlecht geschrieben.
Und genauso, wie ich meinen Teller nicht leer esse, wenn es mir nicht schmeckt
(das kann der Dom übrigens auch gar nicht haben und wird dann etwas zornig)
so lese ich auch kein Buch, welches mich sprachlich an einen Julia-Roman denken lässt.
Die Sex-Szenen sind ein klitzekleines Bonbon, aber es gibt allein hier in den befreundeten
Blogs viel erotischere und erregendere Geschichten zu lesen. Und besser formuliert.
Was mich aber wirklich ärgert (neben dem ständigen Erwähnen, dass der Dom ja soooo reich und soooo mächtig ist und sooooooooooo dermaßen gut aussieht), das ist die Darstellung der D/s- Beziehung. Voller Klischees und ohne Tiefgang.
Wenn ich mir vorstelle, dass dieses Buch vor einigen Jahren meine erste Lektüre zu diesem Thema gewesen wäre, dann hätte ich wahrscheinlich nie einen dominanten Mann in meine Nähe gelassen.
Und das wäre sehr, sehr schade!
Ich werde es mit diesem Buch so machen, wie damals mit 11 Jahren, als ich meinen Eltern das Buch "Tal der Puppen" stibitzt habe:
Nur die Sexszenen lesen! :-)

Kommentare:

  1. Jetzt hast Du doch eine Kurzkritik geschrieben.
    Interessant wird wohl die Rezession der Sexgeschichten die Du noch lesen willst. Mal sehen was Du dann schreibst - vielleicht entschliese ich mich dann das Buch zu lesen - vielleicht kann ich noch was lernen. ;-)

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    1. Nein, ich glaube nicht, dass Du von diesen Sexszenen irgendetwas "lernen" kannst. Das ist nichts Neues für Dich ;-).
      Und mich stören die echt schlechten Formulierungen so sehr, dass es mich noch nicht mal antörnt.
      "postkoitale Haare", das kommt immer wieder und ich könnte mich totlachen. Damit beschreibt die Autorin, die verwuschelten Haare nach dem Sex.
      Ich finde es einfach doof, dieses Buch. Punkt!

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  2. Die Meinungen über dieses Buch gehen doch sehr auseinander. Vergessen darf man aber nicht das dieses Buch weder ein "Leitfaden" noch, wie ich glaube, nicht für Menschen geschrieben wurde die sich bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. Ich habe es noch nicht gelesen, beabsichtige aber es zu lesen, da ich mir selbst ein Bild machen möchte.
    @64er Mann, ob man daraus etwas lernen kann? Ja das kann man, z.B. wie man mit seichter Unterhaltung Millionen machen kann. ;-)

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    1. Tue es nicht ;-)!
      Es sei denn Du stehst darauf, auf jeder Seite zu lesen, wie unglaublich "geschmeidig er sich bewegt", wie "ungläubig sie seine Schönheit betrachtet", wie "dunkel seine Augen werden"...
      Und Du hast natürlich recht. Es ist nur ein Roman, der eine D/s-Beziehung schildert. Kein Ratgeber. Aber ich finde es schade, dass er wieder absolut die Klischees hervorhebt, die Lieschen Müller über D/s so kennt.
      Und falls Du anregende Lektüre vermutest:
      Vergiss es! Das Buch ist so sauber und rein und alles andere als aufregend.
      Aber ich bin ja erst auf Seite 200 ;-).

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    2. Ich habe irgendwo gelesen das die Übersetzung wohl viel zerstört hat. Das Buch hat es geschafft Gesprächsthema beim Stammtisch zu werden, ergo werde ich es lesen um mir eine eigene Meinung zu verschaffen.Das wenige was ich bis jetzt gelesen habe, im Original wie im Deutschen lässt aber tatsächlich vermuten das einige sprachliche, na ja... Probleme auftreten. ;-)

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